VfL Velbert 94 - WSW W'tal II 3:0

Ligaspiel, 13.09.2019 20:00

Spielbericht

An einem Freitag den Dreizehnten empfing der Tabellendritte VfL Velbert 94 (23 Punkte) den Tabellenzweiten WSW Wuppertal II (28 Punkte). Während die Gäste relativ gut besetzt in Neviges aufliefen konnten, entspannte sich die Personallage bei den Mariendomstädtern keineswegs. Neben den bekannten Ausfällen reihten sich zusätzlich Karademir, Gladbach und erneut Hahn ein. Dafür rückte Küper neben den angeschlagenen Swieca und Rose in den gerupften Kader. Benjamin Sailer musste gar als Anfangskandidat auf die Zähne beißen. Sogar Mehmet Daskin wurde mit dem „roten Telefon“ eingeflogen. Erneut agierten die Hausherren im Kettensystem und fanden sich im 4-4-1-1-System wieder. Vor Schlussmann Carsten Demmig positionierten sich die Nevigeser Akteure von links nach rechts wie folgt. Sebastian Küper, Franz Krassa, Mehmet Daskin und Alexander Reuter bildeten die Viererkette. David Meister, Rafael Kubitza, Andreas Schellenberg und Falk Wilton fanden sich im Mittelfeld wieder. Pascal Sailer unterstützte Stoßstürmer Pascal Geiermann im Offensivbereich.

Beide Kontrahenten beschnupperten sich zunächst und ließen den Ball vermehrt durch die eigenen Reihen laufen. Halbchancen konnten beide Seiten nach Standards kreieren. Die Zweitvertretung der Stadtwerke jagte ein Freistoß aus 25 Metern in den Nevigeser Nachthimmel (5.), im Gegenzug scheiterte Kubitza überhastet nach einer Ecke (8.). Nach der nächsten Standardsituation gingen die Hausherren in Führung. Meisters Ecke holperte halbhoch in die Box, Geiermann blockte in Bud-Spencer-Manier ein halbes Dutzend Busfahrer. Sebastian Küper nahm an der Strafraumlinie kunstvolle Haltung und brachte das Leder mit sehr viel Technik im unteren Eck unter – 1:0 (10.). Im weiteren Spielverlauf wurde die Partie intensiver, aber nicht unfair. Beide Abwehrverbunde ließen gegen sehr motivierte Angriffsreihen wenig zu. Besonders die Nevigeser Viererkette glänzte im Gegensatz zur Vorwoche. Daskin und Krassa kochten die Stürmer gekonnt ab, auf den Außen schlossen Reuter und Küper die Tür mehr als schnell. Für VFL-Schlussmann Demmig ein recht entspannter Abend. Bis zum Halbzeitpfiff blieb das Spiel hartumkämpft. Beste Einschussmöglichkeiten blieben meist auf der Strecke. Die Hausherren erspielten sich in dieser Phase noch die besseren Chancen. Nach einem Freistoß von David Meister behauptete sich Sebastian Küper am Fünfmeterraum regelkonform, letztendlich schob Sailer das Leder über die Linie. Ein Schiedsrichterpfiff ließ den Torjubel verstummen (33.). Sechs Minuten später ertönte erneut ein Pfiff des Schiedsrichters. Diesmal beförderte Meister das Leder von der Eckfahne aus an den Fünfmeterraum. Sailer wurde am Ende einschussbereit am zweiten Pfosten regelwidrig umgestoßen. David Meister schnappte sich schnell das Leder und schickte den Torwart entschlossen in die falsche Ecke – 2:0 (40.).

Zu Beginn des zweiten Abschnitts drückten die Gäste mächtig aufs Gaspedal. Die Domstädter überstanden die Drangphase nur bedingt. Nach einem Foul in der Nevigeser Box entschied der Referee zum zweiten Mal auf Elfmeter. Der Nevigeser Ausnahmekeeper blieb lange stehen und fischte letztendlich das Leder reaktionsschnell aus seinem linken Eck (50.). Vielleicht eine Schlüsselsituation, die die gesamte Nevigeser Leistung untermauerte. In der Folgezeit wurde das Spiel ruppiger und hektisch. Der VfL ließ in dieser immensen Pumpphase nichts anbrennen. Oft zerstörten Kubitza und Schellenberg jegliche Angriffsbemühungen mit ihrer einzigartigen „Fähigkeit“ der Ballbehauptung, auf der anderen Seite raubte eine perfekt spielende Viererkette den Gästen jeglichen Nerv. Vereinzelte Einschussmöglichkeiten parierte Schlussmann Demmig gekonnt (54./58.). Zwei Minuten später sollte eine krasse Fehlentscheidung die Gemüter stark erhitzen. Küper schickte Sailer über 30 Meter auf die Reise. Das Ausnahmetalent band nahe der Mittellinie drei Gegner und schickte gekonnt den mitgelaufenen Meister auf die Reise. Meister drang mit hohem Tempo bis an die Box und wurde von hinten rabiat und mehr als unsportlich gestoppt. Zum Entsetzen zückte der Schiedsrichter für dieses mehr als hässliche Vergehen nur den gelben Karton (60.). Auch dieses Szenario brachte dem VfL nicht aus dem Rhythmus. Besonders Andreas Schellenberg zeigte an diesem Abend, was möglich ist. Nach solch einer Laufbereitschaft muss man eigentlich für Olympia gemeldet werden. Neben dem nimmermüden Schellenberg hätte auch Meister nach perfektem Konterspiel den Sack zumachen können, scheiterten aber aus bester Position (68./69.). WSW musste öffnen, der VfL wechselte und positionierte sich clever um. Die Brechstange der Gäste brachte nichts mehr ein. Im Gegenteil. Ein erneuter 30-Meter-Löffler von Küper brachte die Entscheidung. Sailer umkurvte drei Gegner, drang in die Box ein und entschied per Flachschuss die Partie – 3:0 (77.).

Fazit:
Sehr starke mannschaftliche Leistung. Gegen einen bärenstarken Gegner gewann der VfL hochverdient. Alle Mannschaftsteile haben mehr als nur funktioniert. Vielleicht das beste Ligaspiel in dieser Saison! Durch diesen Sieg und die gleichzeitigen Niederlagen der Konkurrenz ist jetzt schon die Klasse gesichert! Das Aufstiegsrennen hat erneut neue Nahrung bekommen, da WSW 2 doch aufsteigen darf. Weiterhin ist Freitag der „13.te“ kein Unglückstag. Nur bei der Prämiere gewann der Gegner. Danach gewann immer die Nevigeser Elf.

Wenn nur jeder Freitag, der 13.te ein VfL Tag wäre ;-)
13.03.15 = VFL – Confidental 1:3
13.10.17 = Unterbarmen – VFL 1:5
13.04.18 = VFL – Unterbarmen 6:1
13.07.18 = VFL – Golinar 3:2
15.02.19 = VFL – Fritz Völkel 4:1


Startaufstellung

Carsten Demmig, Sebastian Küper, Franz Krassa, Thorsten Vössing, Alexander Reuter, David Meister, Rafael Kubitza, Andreas Schellenberg, Falk Wilton, Benjamin Sailer, Pascal Geiermann

Auswechselungen

MinuteAusgewechseltEingewechselt
50'Pascal GeiermannCarsten Rose
70'Falk WiltonMarius Swieca
77'Benjamin SailerPascal Geiermann
79'David MeisterFalk Wilton

Torschützen

MinuteSpielstandTorschütze
10'1:0Sebastian Küper
40'2:0David Meister
77'3:0Benjamin Sailer

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