SG Arrenberg - VfL Velbert 94 2:3

Ligaspiel, 28.06.2019 19:45

Spielbericht

Nach einer langen „Brückentagspause“ stand die letzte Auswärtspartie vor den Sommerferien an. An der Rudolfstrasse fand Captain Vössing und seine tollkühne Crew einen Sportplatz wieder, der eher an einem Übungsschauplatz der NASA glich. Durch die Hitzewelle sah die Betriebssportanlage wie der Mars aus. Staubtrocken, aber glatt abgezogen. Nicht nur die Nevigeser hatten mit Personal zu kämpfen gehabt. Auch der Tabellenvierte Arrenberg konnte mit elf Spieler auflaufen. Der VfL besaß sogar den Luxus, den verletzten Timo Heinrichs als zwölften Mann zu präsentieren. Der VfL begann bei tropischen Verhältnissen in einem 3-5-2-System. Carsten Demmig stand zwischen den Pfosten. Vor ihm positionierten sich Libero Marius Swieca und die Manndecker Daniel Gladbach sowie Rafael Kubitza. Die Außenpositionen bekleideten Carsten Rose und Falk Wilton. Im defensiven Mittelfeld begannen Serkan Karademir und Sebastian Küper. In der offensive rotierten Tobias Fischer, Carsten Leu und David Meister.

Auf der abgezogenen Marslandschaft tasteten sich beide Kontrahenten zunächst ab und ließen den Ball durch die eigenen Reihen gleiten. Nach dem ersten zwingenden Szenario gingen die Domstädter prompt in Führung. Der VfL kombinierte sich nach starkem Angriffsspiel durch die Arrenberger Ketten. David Meister dribbelte sich nach Leus Zuspiel bis an den Fünfmeterraum, scheiterte aber am Schlussmann. Aus der Staubwolke tauchte Fischer auf und brachte das Leder staubtrocken aus kurzer Distanz über die Linie – 0:1 (6.). Arrenberg ließ sich nicht entmutigen und setzte Nadelstiche. Die erste Möglichkeit hatte es nach einem 20-Meterfreistoß in sich. Das Leder knallte ans Quergebälk (12.). Acht Minuten später machte es Arrenberg besser und glich aus abseitsverdächtiger Position aus. Eine erneute Flanke konnten die Domstädter wiederholt nicht entscheidend aus der Box entschärfen. Letztendlich brachte ein Akteur das Leder nach mehreren Stolpern aus drei Metern über die Linie – 1:1 (20.). Drei Minuten später dezimierten sich die Gastgeber in dem Glutofen selbst. Ersatzverteidiger Gladbach brachte per Grätsche seinen Gegenspieler zu Fall, der mit einer groben Unsportlichkeit antwortete. Der sehr gute Schiedsrichter erkannte die Situation und schickte das Raubein frühzeitig zum Duschen (Rot/23.). Auch in Überzahl konnte der Gast kein Kapital daraus schlagen. Arrenberg verstellte geschickt und konterte nicht ungefährlich. Nach knapp einer halben Stunde hätte der Gastgeber sogar in Führung gehen können, doch Sebastian Küper entschärfte einen sicheren Einschlag zur Ecke (29.). Zwar tauchte der VfL bis zur Halbzeit gefährlicher auf, ließ aber einen präzisen Abschluss vermissen. Karademir versuchte es wenigstens mal aus der zweiten Reihe (35.). Eine Minute später überlistete Fischer das engmaschige Abwehrnetz und fand David Meister. Dieser behielt die Übersicht und brachte seine Farben aus acht Metern erneut in Führung (36.).

Im zweiten Abschnitt verflachte die Partie zunehmend. Nach knapp einer gespielten Stunde konnte man Notizblock und Bleistift wieder in die Hand nehmen. Karademir schnappte sich nach einem Foul an Meister das Leder und schlenzte das Spielgerät vom Strafraumeck knapp am Winkel vorbei (58.). Wenig später tauchte Arrenberg gefährlich vor VfL Goalie Demmig auf, scheiterte gar doppelt. Einen verdeckten Schuss parierte der Ausnahmekeeper sehenswert, den Nachschuss aus kurzer Distanz verhinderte er per Monstersave (59.). Der VfL spielte an diesem Abend einige Kontermöglichkeiten unrund zu Ende, zusätzlich wurde ein guter Konter in Minute 60 regelwidrig gestoppt. Karademir war schon nach einem Flugball unterwegs, doch ein Arrenberger verwechselte die Sportart. Wie ein Volleyballspieler faustete der Akteur das Leder 30 Meter vor dem Tor weg. Auch in dieser Szene hatte der Schiedsrichter keine Wahl und zückte den zweiten roten Karton (61.). Trotz doppelter Überzahl taten sich die Nevigeser weiterhin schwer. Erst in der Schlussphase nutze der VfL eine weitere Chance und stellte die Weichen auf Auswärtssieg. Falk Wilton nahm auf seinen Flügel an Geschwindigkeit auf, ließ zwei Gegenspieler hinter sich und brach seitlich im Strafraum ein. Nach kurzem Blick passte Wilton das Leder in den Rücken der Abwehr und fand den gerade eingewechselten Heinrichs. Der Edeljoker fackelte nicht lange und zimmerte das Leder einfach in die Maschen – 1:3 (72.). Arrenberg bewies Moral, griff nach dem letzten Strohhalm und löste alles auf. Mit Erfolg. In der zweiten Minute der Nachspielzeit verkürzte Arrenberg nach Zuspiel in die Box auf 2:3 (80.+2), eine Zeigerumdrehung später kratzte Carsten Demmig einen möglichen Einschlag sensationell aus dem unteren Eck. Nach der Parade des Tages pfiff der Schiedsrichter dann auch die Partie ab.

Fazit: Ein (erneut) allerletztes Aufgebot wehrte sich gegen den Gegner, gegen die Witterungsbedingungen, gegen die Marslandschaft. Der Sieg geht in Ordnung. Neun Arrenberger hätten in der Nachspielzeit für ein Wunder sorgen können. Der dritte Auswärtssieg in der Saison wurde eingetütet. Hut ab. In zwei Wochen steht das letzte Spiel vor der Sommerpause an. Spielerisch war nicht alles Gold was glänzt, aber die Moral und Einsatzbereitschaft hat gestimmt.

Besondere Vorkommnisse:
Arrenberg (23., Rot)
Arrenberg (61., Rot)

Startaufstellung

Carsten Demmig, Marius Swieca, Daniel Gladbach, Rafael Kubitza, Carsten Rose, Sebastian Küper, Serkan Karademir, Falk Wilton, Tobias Fischer, David Meister, Carsten Leu

Auswechselungen

MinuteAusgewechseltEingewechselt
70'Serkan KarademirTimo Heinrichs

Torschützen

MinuteSpielstandTorschütze
6'0:1Tobias Fischer
20'1:1SG Arrenberg
36'1:2David Meister
72'1:3Timo Heinrichs
80'2:3SG Arrenberg

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