SG Unterbarmen - VfL Velbert 94 3:4

Ligaspiel, 17.05.2019 18:00

Spielbericht

Am 12. Spieltag hatten die Domstädter die Möglichkeit, ihren kleinen Negativtrend gegen den Lieblingsgegner SG Unterbarmen zu beenden. Da die Nevigeser fast in jeder Saison einen ähnlichen Verlauf nach gutem Start in einer Negativserie ummünzen, war Coach Vössing gewarnt. Die tödliche Anstoßzeit (Freitag/18.00 Uhr) an der Rudolfstrasse spielte dem Nevigeser Übungsleiter nicht wirklich in die Karten. 30 Minuten vor Anpfiff konnte Vössing mit wenigstens elf Spielern planen. Franz Krassa flog als zwölfter Spieler aufgrund Terminschwierigkeiten nach. Kubitza blieb im „Nirvana“ ohne Kommunikationsmöglichkeit gar komplett stecken. Die Schuhe konnte Coach Vössing auch nicht schnüren. Eine Aktion mit der Taktiktafel bedeutete einen Hexenschuss! Die Vorbereitung musste im Freien gehalten werden. Auf dem kleinen Platz wollten sich die Gäste keineswegs hinten reinstellen und liefen trotz der Umstände in einem 3-5-2-System auf. Carsten Demmig begann wie gewohnt zwischen den Pfosten, Marius Swieca übte den Liberopart aus. Da an diesem besagten Tag zunächst keine Verteidiger zur Verfügung standen, fand sich der universelle Alexander Reuter dort wieder. Neben ihm begann Daniel Gladbach mit fünf sowie sieben Minuten Wettkampfpraxis aus zwei Spielen. Nach langer Verletzungspause wurde auch Tobias Fischer ins kalte Wasser geschmissen. Er bildete mit Falk Wilton die Flügelzange. Im Zentrum ließ man bekannte Gesichter agieren. David Meister und Serkan Karademir agierten hinter Spielmacher Benjamin Sailer. Im Sturm war die geballte Manneskraft in Form von Pascal Geiermann und Carsten Leu zu sehen.

Die Partie nahm direkt an Fahrt auf. Ein Abtasten legten beide Mannschaften sofort zu den Akten. Keine Minute war gespielt, da tauchte David Meister gefährlich vor dem gegnerischen Gehäuse auf, ließ aber eine mögliche frühe Führung liegen (1.). Unterbarmen zeigte sich wenig beeindruckt und scheiterte aus zweiter Reihe (4.). Mit der ersten richtigen Möglichkeit gingen die Hausherren früh in Führung. Unterbarmen setzte sich auf der linken Seite fest und beförderte das Spielgerät an den Strafraum. Ein Unterbarmer Akteur behauptete sich im Zweikampf und brachte das Leder akrobatisch im Tor unter. Carsten Demmig wurde auf dem falschen Fuß erwischt und schlug unhaltbar vom Torwart aus gesehen im linken Eck ein – 1:0 (7.). Der VfL zeigte sich wenig beeindruckt und versuchte durch schnelles Umschaltspiel den Gegner zu düpieren. Benjamin Sailer schleppte das Leder gekonnt in die gegnerische Hälfte und band Tobias Fischer in den Konter ein. Aus 25 Metern setzte Fischer das Visier zu hoch an (8.). Als Karademir eine weitere Chance liegenließ (11.), musste eine Standartsituation nachhelfen. Karademir schlug einen Freistoß auf den ersten Pfosten. Der kleine sowie wieselflinke Fischer wurde übersehen und köpfte das Leder in Richtung Tor. Den Einschlag konnte ein aufmerksamer Torwart verhindern. Benjamin Sailer staubte humorlos ab – 1:1 (14.). Der kleine Nevigeser Fanblock hatte sich noch nicht beruhigt, da konnte erneut die Trommel und Tröte ausgepackt werden. Sailer wurde nach Ballgewinn herrlich in Szene gesetzt und zog zwei Gegenspieler auf sich. Meister lief final in die Schnittstelle, doch Sailer entschied sich erneut Fischer miteinzubinden. Das unbequeme Dribbeltier richtete sein Schussmann und wuchtete die Kirsche aus 35 Metern einfach in den Knick – 1:2 (16.). Unterbarmen schüttelte sich kurz und brach wenig später durch die Mitte durch. VfL-Goalie Demmig parierte den strammen sowie platzierten Abschluss aus 15 Metern im Stile eines Weltklassetorwarts. Die folgende Ecke segelte zunächst an der Spielertraube vorbei. Nach einigen Zweikampfsituationen blieb der Gastgeber auf dessen rechten Angriffsflügel Sieger und schaufelte das Leder erneut in die Box. Eine Direktabnahme aus acht Metern landete halbhoch im Nevigeser Gehäuse – 2:2 (20.). Bis zur Halbzeit geizten beide Teams nicht an Offensivbemühungen, ein weiteres Tor fiel nicht. Erhebliche Sorgen bereitete dann dem Nevigeser Coach ein Handzeichen seines Capitanos. Eine Muskelverletzung deutete ein frühes Aus an. Da Krassa noch nicht aufzufinden war, musste Karademir auf die Zähne beißen. Karademir fragte nach der Zeit. Vössing informierte sich und bekam zehn Minuten zugeflüstert. Letztendlich wurde er mit noch fünf spielenden Minuten motiviert. Das diese Situation gewichtig werden sollte, konnte keiner erahnen. Denn der verletzte Karademir brachte seine Farben erneut in Führung. Meister zwirbelte eine Ecke gefährlich an den Fünfmeterraum, Karademir erkannte die Situation am Schnellsten und wuchtete das Leder mit seinem linken Stehbein in die Maschen – 2:3 (35.). Für den Capitano ging es nicht mehr weiter. Der überraschend sehr ausgelassene Franz Krassa ersetzte den Spielführer.

Krassa positionierte sich als Verteidiger neben Gladbach. Fischer zog in die Mitte, während Reuter auf den linken Flügel vorrückte. Unterbarmen kam mit viel Effet aus den Katakomben und suchte zunächst aus der zweiten Reihe sein Glück. Mit ziemlich viel Speed rauschten die Möglichkeiten am Nevigeser Gehäuse vorbei (43./47.). Nach einem Flugball rannte ein Unterbarmer Akteur von halblinks auf Demmig zu. Krassa schmiss mehr Kohle in sein Feuer und lief den extrem schnellen Akteur fast noch ab. Entscheidend gestört knallte das Leder aus spitzem Winkel ans Außennetz (53.). Unterbarmen drängte den VfL weit in die eigene Hälfte zurück und drängte vehement auf das 3:3. Die Domstädter verschoben sich geschickt und erhöhten das Laufpensum. Bange Minuten musste man überstehen, denn der Dauerdruck ließ kaum eine Entlastung zu. Carsten Demmig mit seiner vielbeinigen Abwehr ließ aber keinen Gegentreffer zu. Nach der ersten liegengelassenen Gästemöglichkeit im zweiten Abschnitt (58.), entschieden die Gäste zehn Minuten später die Partie. Sailer fing einen schlampigen Pass ab, ließ zwei Gegenspieler hinter sich und chippte von der Grundlinie aus das Leder zu Reuter. Der Flügelflitzer nahm der Leder aus 16 Metern volley und nagelte das Spielgerät in den Winkel – 2:4 (68.). In der letzten Minute konnte Unterbarmen nach einem Freistoß in die Box nur noch verkürzen – 3:4 (80.).

Fazit: Typischer VfL-Sieg, der wichtig und verdient war. Normalerweise hätte man weitaus mehr berichten können. Gerade solche Spiele sind legendär. Die Abwehr hat einen riesen Job gemacht. Das Mittelfeld hat alles gegeben und der Angriff ist um sein Leben gelaufen. Der Torwart war auch gut ;-) Am Montag geht’s im Pokal bei Stadtligist Cordewener Wuppertal weiter. Packen wir es an.

Startaufstellung

Carsten Demmig, Marius Swieca, Daniel Gladbach, Alexander Reuter, Tobias Fischer, David Meister, Serkan Karademir, Falk Wilton, Benjamin Sailer, Pascal Geiermann, Carsten Leu

Auswechselungen

MinuteAusgewechseltEingewechselt
41'Serkan KarademirFranz Krassa

Torschützen

MinuteSpielstandTorschütze
7'1:0SG Unterbarmen
14'1:1Benjamin Sailer
16'1:2Tobias Fischer
20'2:2SG Unterbarmen
35'2:3Serkan Karademir
68'2:4Alexander Reuter
80'3:4SG Unterbarmen

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