BSG Campen W'tal - VfL Velbert 94 4:0

Ligaspiel, 11.05.2019 11:00

Spielbericht

Zum zweiten Mal mussten die Domstädter als Tabellenzweiter zum Tabellenführer reisen. Doch diesmal hieß der Gegner BSG Campen Wuppertal, die mit einem Punkt Vorsprung von oben grüßten. Gerade gegen ihren Angstgegner bahnte sich für den VfL einen möglichen Negativtrend an. Denn nach einem Bilderbuchstart mussten die Domstädter zunächst ihre erste Niederlage gegen Arrenberg (0:1) einstecken, eine Woche später verließ man im Testspiel ebenfalls das künstliche grün als Verlierer (0:3). Für den unbequemen Samstagmorgen konnte Übungsleiter nur auf 12 bzw. 13 Spieler zurückgreifen. So stellte sich die Elf quasi von alleine auf. Carsten Demmig fand im 3-4-2-1-System Teilzeitathlet Thorsten Kraaß vor sich wieder. Sebastian Hahn und Franz Krassa sollten die Stürmer aus dem Spiel nehmen. Im defensiven Mittelfeld agierten zunächst David Meister und Rafael Kubitza, auf den Flügelpositionen sollten Alexander Reuter und der erfahrene Carsten Rose für Impulse sorgen. Sturmtank Pascal Geiermann wurde von Timo Heinrichs und Andreas Schellenberg unterstützt.

Beide Kontrahenten tasteten sich zunächst ab und duellierten sich größtenteils nur zwischen den Strafräumen. Nach gut einer viertel Stunde konnte man die erste Torchance notieren, die aber ohne Erfolg blieb. Die Hausherren überrumpelten nach einem Einwurf nahezu den kompletten Defensivverbund. Nur VfL-Schlussmann Demmig blieb aufmerksam und boxte das Leder reaktionsschnell aus kurzer Distanz zur Ecke (15.). Der VfL nahm es zur Kenntnis, erkannte aber nicht die Gefahr. Campen nahm vermehrt das Heft in die Hand und stellte den VfL vor ernsten Problemen. Immer wieder wurde die teils unsortierte Nevigeser Ziehharmonika auseinandergezogen. Ein Durchbrechen bis in die Box war für die Gäste kaum zu verhindern. Zweimal konnte Schlussmann Demmig den Einschlag noch verhindern (18./20.), beim dritten Versuch scheiterte Campen nach einer Ecke gar doppelt (22.). Nur eine Zeigerumdrehung später ging der Tabellenführer dann doch in Führung. Nach einer Ecke schienen die Nevigeser wiederholt überfordert und klärten unzureichend. Eine erneute Flanke in die Box konnte nicht mehr verhindert werden. Seelenruhig nahm der Angreifer das Leder am zweiten Pfosten an sich, narrte einen Nevigeser Verteidiger und schob aus vier Metern ein – 1:0 (23.). Auch in der Folgezeit stockte der VfL-Motor gehörig, legte aber wenigstens den Status „schwimmen“ ab. Campen präsentierte sich nicht wirklich als übermächtiger Gegner, doch der VfL ließ durch seine gebremste Aufmerksamkeit einiges zu. Als das 2:0 in der Luft lag, setzten die Domstädter ihre erste richtige Duftmarke und verpassten eine kalte Dusche. Reuter tauchte auf den Flügel auf und band Geiermann im Aufbauspiel mit ein. Geiermann drehte sich um die eigene Achse und schaufelte das Leder aus 25 Metern nur auf das Tornetz. Ein schon geschlagener Torhüter atmete tief durch (32.). In der nächsten Spielsituation bremsten sich die Gäste erneut aus und ließen nach vielen Verkettungen von Fehlern gar das nächste Gegentor durch. Von einem Solo konnte man nicht wirklich sprechen, da die Gäste nur mit großen Augen zuguckten. Letztendlich war es dem Wuppertaler Akteur egal, ließ drei Gegenspieler hinter sich und erhöhte flach aus 20 Metern auf 2:0 (35.).

Im zweiten Abschnitt kamen die Nevigeser nach Umstellung gewillter aus den Katakomben. Bis zur 65. Minute spielten zwar die Nevigeser keinen berauschenden Fußball, tauchten aber vermehrt vor dem Gehäuse auf. So wie in Minute 45: Reuter fing einen Ball in der gegnerischen Hälfte ab und brach in die Box durch. Schellenberg positionierte sich am Elfmeterpunkt und jagte das Höllengerät dann final völlig freistehend über den Querbalken in Richtung Spitzbergen oder Grönland. Auch in der 60. Minute tauchten die Gäste brandgefährlich vor dem Tor aus, schafften es aber nicht, zu verkürzen. Nach Geiermanns Flanke scheiterte Reuter zunächst per Kopf am herauseilenden Keeper, sein zweiter Versuch wurde von der Linie gekratzt. Als Meister nach einem Solo aus 20 Metern auch nicht traf (65.), lockerten die Domstädter etwas die Defensive. Campen setzte schon in der gesamten zweiten Halbzeit vereinzelt Nadelstiche, brach aber erst nach 68 Minuten gefährlich durch. Der VfL verpennte eine mögliche Abseitsstellung und lief dem Gegner mit gehobenen Arm halbherzig hinterher. Campen spielte den Angriff mehr als unsauber zu Ende, hatte aber Glück und fand den Goalgetter am Strafraum. Den Einschlag konnte Demmig nur noch mit einer Grätsche verhindern. Den folgenden Strafstoß verwandelte Campen halbhoch sicher – 3:0 (68., FE). Die Messe war dadurch gelesen. Campen bestrafte den VfL in der Schlussphase erneut und netzte nach Auflösungserscheinung mühelos zum 4:0 ein (78.). Campen bleibt somit an der Spitze. Der VfL rutscht somit aus den Spitzenpositionen und findet sich auf Platz vier wieder. Nächste Woche geht es im Doppelmodus bei Unterbarmen (Liga) und Cordenwener Wuppertal (Pokal) weiter.

Fazit: Verdiente Niederlage. Die erste Halbzeit und die „negative Lautstärke“ sollte man nicht wiederholen. Das positive war ein bisschen die zweite Halbzeit. Abhaken und weiter geht’s. Und das schon am kommenden Freitag um 18.00 Uhr bei SG Unterbarmen. Keine drei Tage später geht es im Pokal weiter. Da gibt es genügend Chancen, keinen Negativtrend zuzulassen.

Startaufstellung

Carsten Demmig, Thorsten Kraaß, Sebastian Hahn, Franz Krassa, Alexander Reuter, David Meister, Rafael Kubitza, Carsten Rose, Andreas Schellenberg, Timo Heinrichs, Pascal Geiermann

Auswechselungen

MinuteAusgewechseltEingewechselt
41'Timo HeinrichsFalk Wilton

Torschützen

MinuteSpielstandTorschütze
23'1:0BSG Campen W'tal
35'2:0BSG Campen W'tal
68'3:0BSG Campen W'tal
77'4:0BSG Campen W'tal

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