VfL Velbert 94 - SG Arrenberg 0:1

Ligaspiel, 26.04.2019 20:00

Spielbericht

Der Tabellenzweite vom Waldschlößchen empfing in seiner Festung nach erholsamen Ostertagen den Tabellenvorletzten SG Arrenberg. Aufgrund der Tabellensituation sowie der enormen Heimstärke war für jeglichen Branchenkenner klar, dass dem überraschend schlecht gestarteten Gast nicht viel zuzutrauen war. Obwohl Vössing auf 15 Spieler zurückgreifen konnte, erschwerten gewichtige Ausfälle die Ausrichtung. Neben den bekannten Verletzten (Rose, Strunz, Fischer u.a.) fehlten auch Wilton, Kubitza und Karoui. Zusätzlich reihten sich auch die Ausnahmespieler Corsten und Sailer in das Klassenbuch ein. VfL-Übungsleiter Vössing änderte nach zwei durchwachsenen Spielen seine Elf und stellte auf eine offensive 3-5-2-Variante um. Vor Schlussmann Carsten Demmig fanden sich Carsten Leu, Sebastian Hahn und Allzweckwaffe Andreas Schellenberg in der Defensive wieder. Arthur Polit und Bastian Honnacker assistierten den einzigen Sechser David Meister auf ihren Halbpositionen. Dafür bot der Nevigeser Coach mehr Offensivpower. Alexander Reuter und Serkan Karademir begannen im offensiven Mittelfeld. Im Angriff bekam Pascal Geiermann mit Marius Swieca zusätzliche Unterstützung.

Zwar kamen die Gastgeber nach einer längeren Ansprache zumindest optisch hochkonzentriert aus den Katakomben, ließen aber schon zu Beginn vieles zu wünschen übrig. Der Großteil der Nevigeser Kicker schien mit seinen Gedanken nicht im Spiel zu sein und spulte ein stets bemühtes Gelingen ab. Arrenberg überließ dem VfL bewusst das Spielgeschehen und ließ wenig bis gar nichts anbrennen. Durch die variable Gästeausrichtung wurde der VfL in unregelmäßigen Abständen stets auf die Probe gestellt. Immer wieder verschoben die Gäste ihre Positionen und setzten nicht wenige Nadelstiche. Schon nach neun Minuten musste der Nevigeser Fanblock gar zweimal den Atem anhalten. Erst klärte Carsten Demmig nach einem Flugball in die Box zur Ecke (9.). In der nächsten Spielsituation rauschte das Leder sehr knapp über den Querbalken (10.). Die Elf vom Waldschlößchen tauchte erst nach fast 20 Minuten gefährlich vor dem Gehäuse auf und setzte ein erstes Lebenszeichen. Alexander Reuter verzog aus 18 Metern nach Geiermanns Zuspiel um mehrere Meter (19.), wenig später zwirbelte Karademir das Leder knapp am Torpfosten vorbei (23.). Die Gäste bewiesen sich weiterhin als spielerisch unangenehm und gingen nach gut einer halben Stunde nicht unverdient in Führung. Nach einer geklärten Situation gewann der Tabellenvorletzte den Ball schnell zurück und nistete sich kurzerhand erneut vor dem Nevigeser Strafraum ein. Ein trockener Schuss aus knapp 20 Metern überraschte dem VfL-Goalie und schlug über ihm hinweg sehenswert ein – 0:1 (31.) Bis zur Halbzeit sollte der VfL seine Spur nicht finden und sorgte für ein seltsames Naturereignis. Arrenberg stellte durch ständigem Positionswechsel und schnellem Umschaltspiel den VfL weiterhin auf die Probe, legte aber nicht nach. Stark geprüfte Nevigeser gingen nur mit einem Tor Rückstand in die Kabine (38.).

Für die zweite Hälfte wechselte Vössing überraschend nicht, stellte aber punktuell um. Polit wurde zum zweiten Sechser beordert, Honnacker und Reuter rückten auf die Außenbahnen. Karademir beackerte als alleiniger Spielmacher sein Territorium. Der schlafende Riese kam zwar nicht sofort in die Spur, ließ aber fortan Gegenwehr und Kampf vermehrt aufblitzen. Arrenberg besaß gerade in der Anfangsphase große Atemprobleme, ließ den VfL mehr gewähren. Leu passte zwangsläufig in die Schnittstelle und sorgte für eine gute Möglichkeit. Karademir nahm das Leder gekonnt mit und brachte das Kunststück fertig, aus zwölf Metern freistehend neben das Tor zu schießen (47.). Aus dem Spielverlauf lange Zeit die letzte Möglichkeit der Domstädter. Wenigstens nach Standardsituationen blieben die Domstädter brandgefährlich, brachten die Kugel aber nicht im Tor unter. Erst drosch Honnacker nach einer Ecke die Kugel knapp vorbei (50.), nur zwei Minuten später rutschten mehrere VfL-Akteure ins Leere (52.). Die Gäste überstanden diese Druckwelle und konnten sich etwas aus der Umklammerung befreien. Selten tauchte Arrenberg in der Nevigeser Hälfte auf, dann aber brandgefährlich. Zunächst musste Carsten Demmig seine Künste im Eins-zu-Eins unter Beweis stellen, im zweiten Anlauf verhinderte ein Abwehrbein den Einschlag (60.). In der Schlussphase drängte der VfL vehement auf ein mögliches Remis, brachte das Leder nicht im Tor unter. Geiermann scheiterte gar zweimal aus zweiter Reihe (66.), im Schlussspurt brachte der VfL in einer Minute ganze drei Hochkaräter nicht über die Linie (75.). In der Nachspielzeit brachte Arrenberg das Leder nicht im leeren Tor unter. Letztendlich verlor der VfL die Partie unnötig und muss im Ligabetrieb nach einem Jahr wieder eine Heimniederlage einstecken.

Fazit: Auch wenn es eine Systemumstellung war. Man hatte von draußen den Eindruck gehabt, dass sehr viele Spieler gar nicht bei der Sache waren. Erst in der zweiten Halbzeit legte der eine oder andere seine Lethargie ab. Zugegeben war der Gast stark und variierte sehr clever. Mehr (!) als ein Remis war nicht möglich. Arrenberg entführte keinesfalls unverdient alle Punkte.

Besondere Vorkommnisse:
Arrenberg (78., Gelbrote Karte)

Startaufstellung

Carsten Demmig, Carsten Leu, Sebastian Hahn, Andreas Schellenberg, Arthur Polit, David Meister, Bastian Honnacker, Alexander Reuter, Serkan Karademir, Pascal Geiermann, Marius Swieca

Auswechselungen

MinuteAusgewechseltEingewechselt
60'Andreas SchellenbergFranz Krassa
67'Pascal GeiermannTimo Heinrichs
73'Sebastian HahnDaniel Gladbach

Torschützen

MinuteSpielstandTorschütze
31'0:1SG Arrenberg

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