RW Ostersbaum - VfL Velbert 94 1:5

Ligaspiel, 08.04.2019 20:00

Spielbericht

Nach einer erholsamen Woche musste der Nevigeser Tross nach Linde zu Stadtligaabsteiger Rot-Weiß Ostersbaum reisen. Durch die Tabellenkonstellation (VfL Platz drei / RWO Platz sieben) ging der noch ungeschlagene VfL mit 14 Spielern favorisiert ins Spiel. Auch der sehr kleine Platz zwang den Nevigeser Übungsleiter zum Umdenken und schickte eine 3-6-1-Variante ins Spiel. Carsten Demmig kam rechtzeitig nach einer Sperre zurück und begrüßte vor sich Marius Swieca, Rafael Kubitza und Sebastian Hahn. Eine Viererkette mit Alexander Reuter, David Meister, Andreas Schellenberg und Falk Wilton positionierte sich vor der Abwehr. Im offensiven Mittelfeld unterstützten Serkan Karademir und Bastian Honnacker Sturmtank Pascal Geiermann.

Mit der neuen taktischen Ausrichtung kam der sehr offensive VfL schwer in Spiel. Rustikal wanderte das Leder in den ersten Minuten durch die eigenen Reihen. Defensiv eingestellte Gastgeber ärgerten die unsortierten Gäste früh und kamen schon nach drei gespielten Minuten zum ersten Hochkaräter. Nach einer Flanke an den Fünfmeterraum schauten nahezu alle Nevigeser zu, wie ein RWO-Akteur sich hochschraubte und VfL-Goalie Demmig zu einer heftigen Parade zwang. Auch der Nachschuss fand nicht den Weg ins Tor (5.). Gegen größtenteils tiefstehende Wuppertaler blieben die Domstädter recht ideenlos. Der Gastgeber ließ ein Kombinationsspiel nur vor dem Strafraum zu. Eine zusätzliche Grundordnung erschwerte den Gästen zum Abschluss zu kommen. Aus dem Spiel heraus tauchten die Gäste selten gefährlich vor dem Tor auf. Neben diversen mittelprächtigen Fehlversuchen konnte man nur die Chance von Karademir als sehr gefährlich bezeichnen. Seinen Schlenzer aus 20 Metern lenkte der Torwart an die Latte (7.). Ein ganz anderes Auftreten zeigten die Gäste nach Standardsituationen. Besonders nach Freistößen von David Meister zeigte wiederum Karademir seine Torgefährlichkeit. In Minute 12 und 18 enteilte der Nevigeser Spielführer seinen Gegenspieler, brachte das Leder aber nicht im Tor unter. Auch nach Ecken musste Ostersbaum stets den Atem anhalten. Honnacker vergab noch die beste Möglichkeit nach Meisters Ecke. Der Allrounder schraubte sich gefühlte drei Meter in die Luft und drückte das Spielgerät ans Aluminium (10.). Nach dieser Standarddrangphase konnte sich Ostersbaum erholen und das Spiel offener gestalten. Auch in der Folgezeit blieben die Gäste optisch überlegen, in einigen Passpassagen präsentierte sich der VfL ungewohnt ballentfremdet. Einen weiteren Hochkaräter konnte man erneut nur nach einem Standard bestaunen. Diesmal machte es Meister aus 20 Metern direkt – Latte (30.). Das die Domstädter punktgenau mit dem Halbzeitpfiff doch noch in Führung gingen, war einem Katastrophenpass vom Gastgeber geschuldet. Nach einfacher Ballbehauptung brach Reuter über den linken Flügel durch und passte zu Karademir. Der Capitano überlegte nicht lange und schob überlegt aus 10 Metern zur Halbzeitführung ein – 0:1 (40.).

Für den zweiten Abschnitt brachte Übungsleiter Vössing zwei neue Gesichter und veränderte minimal die taktische Ausrichtung. Benjamin Sailer kam für Wilton, Debütant Arthur Polit besetzte Schellenbergs Position. Die Domstädter blieben weiterhin bestimmend, mussten sich aber mit mehr beherzter Gegenwehr auseinander setzen. Ostersbaum ließ sich nicht aus der Reserve locken, blieb geduldig und überrumpelte den VfL nach einem räumlichen Defizit. Einen kernigen Abschluss aus 23 Metern konnte Demmig zwar grandios parieren, doch im zweiten Anlauf sah der VfL nur zu und musste das 1:1 hinnehmen (55.). Ostersbaum kämpfte mit dritter Luft fortan gegen den VfL an. Eine zusätzliche Veränderung im Wuppertaler System erschwerte dem VfL kurzfristig. Eine kurze Akklimatisierung unterband ein kurzes „Tabularasa“. Polit suchte nach der passenden Antwort, blieb aber aus 25 Metern nur zweiter Sieger (61.). So brachte ein Slapstick dem VfL wieder in die Erfolgsspur zurück. Ein Wuppertaler Akteur fiel ohne ersichtlichen Grund und wie vom Blitz getroffen über den Ball. Das Leder rollte zu Sailer, der nach kurzem „Tatortblick“ die Situation bewertete und erstmal abwartete. Nach Aufforderung, dass er sich mal fortbewegen solle, nahm er dann auch Tempo auf. Nach einem 50 Meterdribbling ließ er auf seinen Parcours ganze vier Gegenspieler im Schatten zurück, brach in die Box ein und vernaschte den Torwart nach perfekter Fußballkunst – 1:2 (65.). Ostersbaum wirkte sichtlich geschockt und fand nicht mehr in die Spur zurück. Der VfL erkannte die Lage und positionierte seine Beute. Über Sailer konterte der VfL erneut und fand ihren mittig stehenden Capitano. Das Nevigeser Adlerauge erkannte die Lage schnell, packte seinen Tigerkrallenschuss aus und tunnelte den Torwart aus 25 Metern – 1:3 (67.). Kann man so machen! Am Ende legten die Domstädter noch zweimal sehenswert nach. Zuerst hebelte Sailer per Flugball die komplette Defensive aus. Das Laufwunder Honnacker bediente in der Mitte Polat, der wuchtig auf 1:4 erhöhte (71.). Drei Minuten später wuchtete Sailer nach Meisters Ecke das Spielgerät einfach so in den Knick – 1:5 (74.). Durch den Auswärtssieg kommt es am kommenden Freitag zum Topspiel. Dann erwartet Tabellenführer FC Golinar den Tabellenzweiten aus der Domstadt (nur die Tordifferenz trennt Platz eins und zwei).

Fazit:
Diesmal waren die Rollenverteilungen etwas anders. Vielleicht ein bissen zu hoch, aber keinesfalls gegen einen fairen Gegner unverdient. Am kommenden Freitag wird die Rollenverteilung bestimmt anders sein. Golinar kann dann im Topspiel aus den Senioren nachrüsten. Packen wir es an!

Startaufstellung

Carsten Demmig, Marius Swieca, Sebastian Hahn, Rafael Kubitza, Alexander Reuter, David Meister, Andreas Schellenberg, Falk Wilton, Serkan Karademir, Bastian Honnacker, Pascal Geiermann

Auswechselungen

MinuteAusgewechseltEingewechselt
41'Andreas SchellenbergArthur Polit
41'Falk WiltonBenjamin Sailer
72'Serkan KarademirAndreas Schellenberg
75'Alexander ReuterDaniel Gladbach

Torschützen

MinuteSpielstandTorschütze
40'0:1Serkan Karademir
55'1:1RW Ostersbaum
65'1:2Benjamin Sailer
67'1:3Serkan Karademir
71'1:4Arthur Polit
74'1:5Benjamin Sailer

Spielberichte:

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