VfL Velbert 94 - BSV Fritz Völkel W'tal 4:1

Pokalspiel, 15.02.2019 20:00

Spielbericht

Die Pokalfee meinte es wirklich nicht gut. Erneut wurde das Ausnahmeteam von Fritz Völkel den Nevigesern zugelost. Der turmhohe Favorit konnte sich wieder gut an die damalige Pokalsensation erinnern, als man die Festung Waldschlößchen betrat. Am 29.06.2018 schmissen die Nevigeser den frisch gebackenen Deutschen Hallenmeister mit 3:2 aus dem Pokal.

Aufgrund der Witterungsverhältnisse konnte sich der VfL nur in der Halle fit halten. Ein schmaler Kader erschwerte die sportliche Situation zusätzlich, da ein halbes Dutzend Spieler wegen Verletzungen, Infekten oder Verhinderungen ersetzt werden mussten. Der Nevigeser Übungsleiter entschied sich für das sehr spezielle Pokalsystem, änderte punktuell die Aufgabenverteilung auf einzelne Positionen. Carsten Demmig fand sich gewohnt zwischen den Pfosten wieder, vor Abräumer Pascal Karoui bildeten Alexander Reuter, Franz Krassa, Sebastian Hahn und Falk Wilton eine Viererkette. Auf der Doppelsechs begann David Meister und Andreas Schellenberg, auf die falschen Zehnerpositionen fanden sich Carsten Günther und Bastian Honnacker wieder. Carsten Leu übte einen variablen Stürmerpart aus.

Das Fritz Völkel die Pokalschmach nicht so schnell vergessen hatte, zeigte eindrucksvoll die Anfangsviertelstunde. Die Gäste aus dem Tal erdrückten schon zu Beginn orientierungslose Nevigeser und erspielten sich eine Möglichkeit nach der anderen. Schon nach zwei Minuten musste Schlussmann Demmig einen strammen Abschluss aus acht Metern sensationell entschärfen. In den nächsten Spielsituationen tauchten die Gäste vermehrt bis an den Fünfmeterraum auf, brachten das Leder nicht über die Linie. Eine vielbeinige Abwehr konnte den fälligen Einschlag mit viel Dusel verhindern (4./7./11.). Der VfL überstand die gefährliche Anfangsviertelstunde und löste sich aus der Umklammerung. Als Honnacker per Diagonalpass Reuter auf die Reise schickte, musste man die erste Großchance notieren. Reuter legte am Strafraum das Leder auf seinen stärkeren Schlappen und prüfte den Gästetorwart ernsthaft (16.). Die Domstädter wurden von Minute zu Minute sicherer und gingen sogar nach 22 Minuten in Führung. Carsten Leu ergaunerte nahe der Mittellinie das Leder und setzte Alex Reuter gut in Szene. Reuter nahm Tempo auf, dribbelte sich an zwei Fahnenstangen vorbei und bog wie ein bekannter Bundesligaprofi mittig ab. Sein strammer Abschluss schlug aus 15 Metern vom Innenpfosten aus in die kurze Ecke ein – 1:0 (22.). Die Gäste wirkten sichtlich geschockt. Der VfL versteckte sich nicht und setzte weiterhin gefährliche Nadelstiche. Nach einer halben Stunde hatten viele Nevigeser schon den Torschrei auf den Lippen, doch Günther schlenzte das Leder nur auf die Latte (30.). Fünf Minuten später belohnte sich die Elf vom Waldschlößchen für ihre Offensivbemühungen und erhöhten eindrucksvoll auf 2:0. Wilton behielt auf seiner Seite die Übersicht und chippte das Spielgerät hinter die Abwehr. Honnacker nahm die Kugel mit und marschierte mit schnellen Schritten Richtung Glück. Im richtigen Moment legte der technisch versierte Allrounder auf Carsten Günther quer, der nur noch einschieben musste – 2:0 (35.).

Die Anfangsphase der zweiten Hälfte war eine Kopie der ersten Halbzeit. Die Gäste kombinierten sich sehenswert in die gefährliche Zone und stellten die Nevigeser Defensive vor ernsthaften Problemen. Als Schlussmann Demmig ausgespielt wurde, sah es nach dem Anschlusstreffer aus. Doch wie aus dem Nichts tauchte „the Wall“ Karoui auf und verhinderte das 2:1. Unglücklicherweise stand Wilton in der Schussbahn und wurde angeschossen. Das Leder strich sehr knapp am Torpfosten vorbei. Die folgende Ecke brachte ebenfalls höchste Alarmbereitschaft. Letztendlich blieb Carsten Demmig mit hohem Blutdruck erster Sieger (46./47.). Auch in der Folgezeit konnte sich der VfL nicht vom Dauerdruck erholen. Immer wieder lief der Gast an und blieb stets gegenüber Demmig zweiter Sieger. Zunächst kratzte dieser das Leder reaktionsschnell aus dem kurzen Eck, nur zwei Minuten später rauschte ein präziser Freistoß knapp am Winkel vorbei (48./49.) Übungsleiter Vössing reagierte und brachte mit Serkan Karademir Erfahrung und Spielkultur. Als weitvorgerückte Gäste erneut am Nevigeser Keeper versagten, setzte der VfL den Konter für den technischen K.O.! Über Demmig gelangte das Leder zu Karademir, der im richtigen Moment Alex Reuter auf die Reise schickte. Der Flügelspezialist blieb vor dem Tor cool und schob überlegt zum 3:0 ein (55.). Nach einer gespielten Stunde sollte ein berechtigter Foulelfmeter den Gast wieder in die Spur bringen. Vom Punkt aus blieb der Schütze humorlos und schickte den Nevigeser Schlussmann in die falsche Ecke – 3:1 (63.). Es sollte aber nur ein Strohfeuer sein. Die Gäste lösten ihren Defensivverbund auf und wurden in der nächsten Spielsituation ausgeknockt. Leu band auf dem Flügel Wilton ins Spielgeschehen ein. Wilton brach durch und entschied sich für eine Finte. Statt zu flanken schloss er den Angriff überlegt selber ab – 4:1 (65.). Die erneute Pokalsensation wurde schnell reell und Fritz Völkel hatte keine passende Antwort mehr. Bis zum Schlusspfiff ließen die Domstädter reihenweise beste Einschussmöglichkeiten liegen. Das die Gäste genervt waren, bewies eine üble rote Karte. Ein Angriff mit Fäusten auf einem VfL-Akteur hat nichts mit Sport zu tun. Merkwürdigerweise flogen beide Streithähne vom Platz. Krasse Auslegung des Schiedsrichters, die in dieser Form noch nie geahndet wurde.

Fazit: Glanzvolle Vorstellung aller 14 Beteiligten! Mehr gibt es nicht zu sagen. Stand jetzt ist Europa immer noch drin ;-)

Startaufstellung

Carsten Demmig, Pascal Karoui, Alexander Reuter, Sebastian Hahn, Franz Krassa, Falk Wilton, David Meister, Andreas Schellenberg, Bastian Honnacker, Carsten Günther, Carsten Leu

Auswechselungen

MinuteAusgewechseltEingewechselt
50'Andreas SchellenbergSerkan Karademir
70'Carsten LeuPascal Geiermann
77'Pascal KarouiThorsten Kraaß

Torschützen

MinuteSpielstandTorschütze
22'1:0Alexander Reuter
35'2:0Carsten Günther
55'3:0Alexander Reuter
63'3:1BSV Fritz Völkel W'tal
65'4:1Falk Wilton

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